Rechtsanwalt Lübeck | Forderungsmanagement | Kosten der Zwangsvollstreckung (Pfändung)

Zwangsvollstreckung – wieviel kostet mich das?

1.) Die Kosten der Mobiliarvollstreckung

Die Kosten der Mobiliarvollstreckung (wenn also der Gerichtsvollzieher mit einem Pfändungsauftrag losgeschickt wird) richten sich nach dem Gesetz über die Kosten der Gerichtsvollzieher. Für die Kosten kommt zunächst der Gläubiger auf, denn er erteilt den Vollstreckungsauftrag. Der Schuldner ist zur Zahlung der Vollstreckungskosten verpflichtet, soweit die Zwangsvollstreckung gegen ihn notwendig war (dies ist der Regelfall). Die Kosten der Zwangsvollstreckung werden in aller Regel sogleich zusammen mit dem Anspruch selbst vollstreckt. Die Höhe der Kosten richtet sich nach der Art der Tätigkeit des Gerichtsvollziehers und wird nach einer Gebührentabelle errechnet. Bei Forderungen in „durchschnittlicher“ Höhe, also bis 1.500,00 €, muss man mit Gerichtsvollzieherkosten zwischen 30,00 und 40,00 € rechnen, bei Abnahme der eidesstattlichen Versicherung werden es vielleicht 50,00 bis 60,00 €. Hinzu kommen bei Zuhilfenahme eines Rechtsanwaltes noch dessen Gebühren, dieser bekommt im Zwangsvollstreckungsverfahren allerdings nur eine 3/10 Gebühr. Sollen z.B. 1.500,00 € vollstreckt werden, bekommt der Anwalt 44,98 € inkl. MwSt. (Stand 2012). Soweit ein Gläubiger nicht in der Lage ist, für die Kosten der Vollstreckung aufzukommen, kann er über seinen Anwalt Prozesskostenhilfe beim Vollstreckungsgericht beantragen.

2.) Die Kosten der Forderungspfändung

Beim Forderungs-Pfändungsverfahren (z.B. Kontopfändung, Lohnpfändung usw.) fallen zunächst immer 15,00 € an Gerichtskosten für den Erlass des beantragten Pfändungs- und Überweisungsbeschlusses an, egal in welcher Höhe gepfändet wird. Hiernach rechnet der Gerichtsvollzieher seine Kosten für die Zustellung dieses Beschlusses an den Drittschuldner (Bank, Arbeitgeber usw.) ab. Je nach Dauer und Entfernung kommen hier rund 30,00 bis 40,00 € zusammen. Sofern ein Rechtsanwalt tätig wurde, gilt das zu 1.) gesagte entsprechend.

Hinweise zu den Kosten einer Zwangsvollstreckung

Ich muss hinsichtlich der Kosten ausdrücklich darauf hinweisen, dass es sich bei den genannten Höhen der Kosten lediglich um Durchschnittswerte handelt. Sofern Sie hier eine auf Ihren Fall zugeschnittene Kostenberechnung wünschen, nehmen Sie gerne Kontakt zu mir auf.

Da das Zwangsvollstreckungsverfahren recht formalistisch ist und es für den juristischen Laien schwierig sein kann, hier die richtigen Anträge zu stellen, rechnet sich die Beauftragung eines Rechtsanwalts immer, denn dessen Kosten im Vollstreckungsbereich sind recht überschaubar und Sie vermeiden mühsame Korrespondenzen mit dem Gericht oder dem Gerichtsvollzieher! Im Falle einer erfolgreichen Zwangsvollstreckung werden diese Kosten zudem vom Schulder zusätzlich neben der Hauptforderung und den angefallenen Zinsen eingezogen.

Bei einem gerichtlichen Klageverfahren ist es immer von Vorteil, wenn der Anwalt seinen Kanzleisitz am Gerichtsort hat, das erspart Fahrtkosten. Im Zwangsvollstreckungsverfahren ist das dagegen ohne Bedeutung, es fallen hier für den Anwalt und somit auch für den Auftraggeber keine zusätzlichen Fahrtkosten an. Sie können daher auch einen auswärtigen Anwalt mit Ihrer Zwangsvollstreckungsangelegenheit beauftragen, ohne mit zusätzlichen Kosten rechnen zu müssen. Bei den heutigen technischen Möglichkeiten (Telefon, Fax, Internet) ist die Kommunikaton problemlos.

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