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Der Geschiedenenunterhalt

Während der 1-jährigen Trennungszeit soll der unterhaltsberechtigte Ehegatte diese Zeit zur Schaffung einer eigenen wirtschaftliche Unabhängigkeit nutzen. Daher wird spätestens zum Zeitpunkt der Ehescheidung von dem seinerzeit unterhaltsbedürftigen Ehegatten erwartet, dass dieser aufgrund neuer, eigener Erwerbseinkünfte nicht mehr unterhaltsbedürftig ist. Sollte dieses jedoch nicht der Fall sein, hat der Gesetzgeber festgelegt, dass sowohl eine Herabsetzung als auch eine zeitliche Begrenzung des Geschiedenenunterhaltsanspruchs erfolgen kann.

Die Höhe des Geschiedenenunterhalts lässt sich nicht wie beim Kindesunterhalt an Hand einer Tabelle errechnen. Es wird auch den unterschiedlichen Lebensstandards und -stilen während der Ehezeit Rechnung getragen.

Grundlage für die Berechnung der Unterhaltshöhe ist das einzusetzende monatliche Nettoeinkommen des Unterhaltspflichtigen. Dies ermittelt man aus dem durchschnittlichen Bruttomonatsgehalt plus 1/12 des Weihnachtsgeldes plus 1/12 des jährlichen Urlaubsgeldes abzüglich Steuern und Versicherungen. Vom Nettoeinkommen sind zudem 5% pauschal an berufsbedingten Aufwendungen abzuziehen.

Hat der Unterhaltsberechtigte kein eigenes Einkommen, muss ein berufstätiger Unterhaltspflichtiger 3/7 seines einzusetzenden monatlichen Erwerbseinkommens plus ggf. 1/2 seiner sonstigen Einkünfte (Miete, Pacht,) als Unterhalt bezahlen. Ebenso wie beim Trennungsunterhalt gilt auch hier ein monatlicher Selbstbehalt zu Gunsten des Unterhaltspflichtigen von (Stand 2011) 1.050,00 € monatlich.

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